Brighton Pier
Mittwoch, 4. Februar 2009
Es fährt ein Zug nach nirgendwo
Man schläft nur kurz und steht früh auf und weil man spät dran ist, entscheidet man sich für den individuellen Nahverkehr statt öffentlichen Personennahverkehr. Sprich, ich bestelle ein Taxi und stelle mich schonmal auf die Straße, damit es schneller geht zu "Chez Mehdorn". Letztlich bin ich zeitlich passend unterwegs.
Es vergehen 5 Minuten und ich habe schon so ein leichtes Panikgefühl, weil ich nicht wie sonst eine SMS-Bestätigung für das Taxi bekomme. Es vergeht die 10. Minute und ich denke an das Lied von Prokopetz & Tauchen („I steh in da Ködn und woat auf a Taxi, aber es kummt net. I steh da und wart auf das Brummen von eim Mercedes Diesel, abers brummt net...").
So warte ich auch die 15. Minute und werde nervöser. Ok, das war eine schlechte Idee, schnell zwei Straßen weiter zur großen Straße sehe ich auch schon eine weitere Dame mit leichtem Sturmgepäck stehen, die nervös an ihrem Mobiltelefon nestelt.
"Na, Sie warten sicher auch vergeblich auf Ihre Droschke!?!"
"Ja, und wenn die nicht gleich kommt verpasse ich gleich meinen Flieger."
"Willkommen im Klub der vergeblich Wartenden!"
Mittlerweile sind es nur noch 20 Minuten bis zur abfahrt meines Zuges. Und wieder treibt es mir eine nervige Melodie in den Kopf (Christian Anders - Es fährt ein Zug nach nirgendwo).

Wir stehen gemeinsam auf der Straße um uns gemeinsam wenn's nötig wird, vor das nächstbeste Fahrzeug in charmois zu werfen, das uns passiert.
Die Lady hat Glück und ich freue mich für Sie, daß Sie jetzt Ihren Flug noch bekommt. Sie stoppt die Droschke nochmal und ruft mir zu, Sie lässt einen weiteren Kutscher schicken.
16 Minuten vor Zugabfahrt, kann ich einen netten Dieselchauffeur auf mich aufmerksam machen. Und er kennt mein Malheur!
"Ja, derzeit können Sie lange auf bestellte Taxen warten, der Computer in der Fahrervermittlungszentrale ist abgestürzt." Das erklärt auch warum ich nicht wieder geschafft habe anzurufen.
"Das passiert ab und zu mal. Wenn dieses Computerspielzeug funktioniert, dann ist alles paletti. Wenn es ausfällt, ist das nur großer Mist."
"Aha!"
"Machen Sie sich keine Sorgen, das schaffen wir noch", sprach's und trat das Pedal soweit durch, daß ich Angst hatte, er tritt das Bodenblech bis auf den Asphalt durch. Der Diesel aus Baden-Württemberg bäumte sich auf und machte einen Satz vorwärts.
10 Minuten später waren wir da und ich bekam sogar eine Blankquittung zum Selbstausfüllen. Jetzt muß nur noch der tolle Automat von Hartmut mitspielen und mir meine 5 Ausdrucke ausspucken.
Ich fingere die Auftragsnummer in die Tastatur und bekomme irgendwann nach einer gefühlten Ewigkeit meine Fahrscheine und stolpere zum alleruntersten Bahngleis. Und der Zug ist noch nicht da...! Puh!

Eine sehr angenehme Reise quer durch die Republik von oben rechts nach unten links. Und da stört auch der blähende Hund der Mitreisenden Schweizerin nicht.

Und auf der Rückfahrt gab's dann noch die Belohnung. 2 Stundenblickkontakt mit der Tochter von Uma Thurman und Angelina Jolie.
Kurz hatte ich überlegt, auch auszusteigen.

*sänk ju vor träwelling wiss deutsche bahn*





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