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Sonntag, 27. Dezember 2009
Dyslexie mit Fantasie
monopixel, 18:10h
In den letzten Jahren habe ich ein nicht ganz unschwerwiegendes Problem mit dem Lesen von Büchern. Vorweg sei gesagt, ich liebe Bücher. Bereits als Kind konnte ich mich Stunden mit dem Lesen von Büchern beschäftigen und vergaß alles ringsherum um mich, weil ich richtig abtauchen konnte in die Geschichten.
Leider ist das in den letzten Jahren nicht mehr so. Natürlich liebe ich noch Bücher und kann an keinem Buchladen vorbeigehen, ohne etwas gekauft zu haben, aber derzeit bin ich eher so ein Verwalter meines eigenen modernen Antiquariats, weil ich ein Problem habe, Bücher zu lesen. Teilweise habe ich schon Bedenken, ich könne eine veritable Dyslexie ausbrüten. Ich hoffe allerdings, daß der Grund dafür, das ich Bücher immer nur bis zu einem gewissen Punkt lesen kann ein vorübergehender ist. Das Problem zeigt sich darin, daß ich bei den verschiedensten Bücher einfach plötzlich, das kann am Anfang sein, das kann mitten drin passieren oder sogar kurz vor Ende des Buches, daß ich einfach die Lust verliere weiterzulesen, trotz Spannungsbogen und ernsthaftem Willen. In der Regel wird das begleitet durch abschweifende Gedanken. Im schlechten Fall über die Arbeit, im besseren Fall muß ich an längst vergessene Dinge denken, die mir dann ohne Verbindung dazu einfallen. Das lenkt mich dann beim Lesen so ab, daß ich zwar weiterlese, aber meinen Gedanken freien Lauf lasse. Quasi wie das Solo eines Saxophonisten, der irgendwann zum Thema zurückkehrt, daß man zwischenzeitlich vergessen hat. Sowas ist echt etwas blöd, wenn man wirklich gerne und viel lesen möchte. Es führt dazu, daß ich auch in diesem vergangenen Jahr die durchgelesenen Bücher locker an einer Hand abzählen kann! ... link (2 Kommentare) ... comment Samstag, 26. Dezember 2009
Mit Bauch in das graue Loch
monopixel, 21:49h
Jedes Jahr ab Oktober ragt es wie ein unbequemes Kantholz in den Kopf hinein, das anstehende Weihnachtsfest. Je näher des kommt, umso unbequemer wird es. Aber ist es erstmal da, ist es eigentlich immer auszuhalten und zuweilen auch nett. Und ratzfatz ist es dann auch schon wieder vorbei und man fällt angenehm und müde mit Gänsekeulen und Wildbraten im Bauch in das graue Loch der unterschätzten zwischenjährlichen Tage. Auch wenn die genauso schnell vorbei sein werden, wie das vorgelagerte Fest, wird meine Aufgabe sein, die Zeit zu dehnen, mit Lesen, Sauna, Musik, Badewanne, Filme und Schlafen. Mal sehen, ob das so gut klappt wie im vorvergangenen Jahr.
... link (2 Kommentare) ... comment Samstag, 26. Dezember 2009
X-Mas-Clash
monopixel, 00:35h
Neben dem Essen und Trinken, was einem in klinischen Verbrauchsmengen angeboten wird, fällt es oft schwer mal einfach aufs nötigste reduziert Kommunikation zu pflegen, die auch Bedeutung hat. Oftmals möchten man keine Grundsatzdiskussionen führen und will sich sowas auch nicht wirklich hingeben. Mir würde das manchmal gefallen und ich tue mein bestes um hier die lieben engen Verwandten mal ein paar Takten zur Besinnung zu sagen. Allerdings ist das bis zum 31ten eh wieder vergessen. Naja, wie immer halt. Dabei wäre es doch mal echt nötig, bei vielen.
... link (0 Kommentare) ... comment Donnerstag, 24. Dezember 2009
Fest mit X
monopixel, 22:42h
Allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest.
Machen Sie was draus. ![]() ... link (4 Kommentare) ... comment Mittwoch, 23. Dezember 2009
Warten
monopixel, 14:51h
Früher gehörte eine Kurzfilm im Vorfeld von Weihanchten immer dazu: Warten auf Godot von Samuel Beckett. Schon in sehr früher Zeit - war ich fünf oder sechs? - war ich ein Anhänger dieses irischen Schrifsteller, einem Könner der Reduktion.
Ich gebe zu, daß ich das Warten irgendwie auch immer mit dem Warten auf das Christkind gleichgesetzt habe. Was will man anderes erwarten in dem Alter. Einerlei. Heute ist wieder Warten angesagt, diesmal kommt es mir aber sehr entgegen. Soviel ist noch zu tun. Achso, ja, Beckett. In späteren Jahren, als ich einige seiner Stücke bzw. Bücher gelesen hatte, war ich nicht nur ein Anhänger, sonder geradezu ein Fan. Ich war fasziniert von seinem Aussehen. Wenn ich einmal einen Gutschein für eine plastische Chirurgie bekommen sollte, dann wünsche ich mir einfach das Gesicht von Samuel Beckett. ![]() ... link (2 Kommentare) ... comment Gedankenwelt
monopixel, 01:34h
Frühstücken mit einer lieben Freundin. Gespräche über über Weltbild, Lebenssituation und Lebensentwurf. Muß ich einfach immer wieder diskutieren. Und am besten nochmal vergewissern. Nur so erhalte ich Gewißheit. Eine Meinung ist mir wichtig.
Noch der Gang über den Markt. Interessant und anregend, aber auch zum Teil abstoßend. Weil, kann man besser. Kann ich besser. Bald. Hoffentlich. Dann erstmal heim. Ein Geschenk noch mitnehmend. Ein Geschenk, daß ich selber gesät habe, letztlich. Trotzdem nette Geste. Auf dem Rückweg dann die Frage, was ist mit den Dingen, um die ich mich gekümmert habe. Anruf. Ergebnis: Immer noch nicht da. Entscheidung. Nochmal in Vorleistung gehen. Egal. Ich brauche das Erfolgserlebnis. Dann Abliefern. Leuchtende Augen und Jauchzen. So ist es gut, kurz vor Weihnachten. Karmapunktekonto wieder auffüllen. Danach nochmal die Bestätigung per SMS. Kochen und Lesen. Und wieder gedrückt um Dinge, die getan werden müssen. ... link (2 Kommentare) ... comment Dienstag, 22. Dezember 2009
Search request
monopixel, 03:12h
![]() Da meint es aber jemand sehr ernst. Aber ist ja auch lecker. Ein Rezept zu Tod Man Gai findet man hier. ... link (2 Kommentare) ... comment Montag, 21. Dezember 2009
Gefühlte 16-17° zum Start des Tages
monopixel, 11:04h
Am Morgen erwachen, was auch sonst. Aber trotzdem eine halbe Stunde später, die Musikweckmaschinerie hat ihren Dienst versagt. Es ist eiskalt. Kaum verwunderlich, das Fenster war über Nacht auf. Erster Gang durch die Wohnung um die Wärme der anderen Räume zu verteilen. Gefühlt dürfte sich das nach dem Verteilen im Bereich 16-17° einpendeln. Okay, ich werde mal im Schlafzimmer die zaghafte Eins auf dem Thermostat suchen.
Ich überlege, was heute zu tun gibt und finde mich schon in der ärgerlichen Hektik für die es zwar Grund gibt, aber Anfangen ist alles. Klappt schon. Und heute Abend habe ich sicher auch dann wieder Lust zu der Feier zu gehen. Ansonsten ärgere ich mich natürlich über das Versagen der Weckautomatik. Ich prüfe per Verbedienung. Alles kein Problem, bis auf wenige Aussetzer liefert der MP3-Server die Musik ins Nebenzimmer. Es gibt aber ein paar Aussetzer vom Netzwerk. Das erholt sich aber zusehends. Vielleicht bekommt die Kälte dem Rechner nicht. Die Cocteau Twins reißen mich aus der Lethargie und bilden den Soundtrack des Morgens. ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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