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Sonntag, 20. Dezember 2009
Marrrroni und der Typ von River Dance
monopixel, 16:24h
Ein Entspannter Abend mit zweieinhalbstunden Weihnachtsmarkt und Privatbesuch. Allein schon das Treffen der KollegInnen auf dem entsprechenden Jahreszeitmarktes war sehr nett. Man isst un d trinkt durcheinander, bis einem nicht nur eiskalt sondern auch kotzübel ist. Das kann man in zweieinhalb Stunden gut schaffen, ohne Zeitdruck zu bekommen. Danach dann einmal komplett quer von einem Ende aus der Stadt zum anderen Ende aus der Stadt. Bei den Temperaturen hatte es was vom Polarexpress. Nach dem ankommen dann wieder Essen und alkoholische Getränke. Der Magen hatte sich aber eh wieder gefangen und außerdem gab es authentisch gekochtes Thai-Essen mit ordentlich Chili (extra für mich). Mit der Unterlage ließ sich dann auch entspannt bis um 4:30 quatschen und trinken. Nebst Diskussionsabend über die Frage "Was ist Subkultur?" und "Wie muß sich Subkultur selber verhalten?" mit entsprechender filmischen Reportage des NDR aus vergangenen Tagen. Und neben bei, versprach einfach die Konstellation viel Spaß! Mein Lieblingssatz an dem Abend war, "...wenn ich 3 Wünsch frei hätte, ich würde mir kein Geld wünschen, wie es alle täten. Ich würde mir wünschen, ich könnte so tanzen wie der Typ aus River Dance!..." Dem war wenig entgegen zu setzen, hätte ich auch vor Lachen nicht gekonnt. Manche Leute sind einfach die geborenen Geschichtenerzähler, was man sehr schätzt.
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Glögg mit Vorschußlorbeeren
monopixel, 12:37h
Es scheint nahezu geschafft. Die Flut der Weihnachtspost, die eigentlich sofort im Papierkorb landet und die eher zum Rinnsal geworden Flut der Geschenke zum Jahresende nimmt im Büro ab. Was nicht unbedingt abnimmt, ist die Arbeit. Nacharbeiten, Zwischenarbeiten und Vorarbeiten. Es gäbe genug zu tun, aber seit gestern Abend ist Feierabend für dieses Jahr, doch bin ich mir nicht sicher, ob der innere Druck etwas aufstauendes entwickelt, so daß ich doch das Emailprogramm starte und zwischendurch abarbeiten werde. Mal sehen.
Jetzt steht erstmal das Wochenende und der 4. Advent vor der Tür, nebst Weihnachtsmarktbesuch mit mehr oder weniger direkten Arbeitskollegen. So richtig ist bei mir der weihnachtliche Frohsinn mit Gesängen vom rotnasigen Rentier und dem Santa-Baby angekommen. Und ehrlich gesagt, mag ich mich auch nicht wirklich mit der mit Industriezucker übersüßten Heißplürre betrinken, um nicht an die dänische Hauptstadt zu denken. Nicht an die Brauereibesichtigungen, Hans Christian Andersen oder einer aromatisierten Zigarette aus Christiana, sondern vielmehr an so bornierte Reiter der Apokalypse wie den Ministerpräsident Wen Jiabao oder den frischgebackenen Friedensnobelpreisträger US-Präsident Barack Obama. Ganz ehrlich, daß aus dem Reich der Mitte eh nix vernünftiges seit den letzten 600 Jahren kommt, kennt man ja. Aber diesem amerikanischen Gutmenschen gehört auch mal ordentlich der Kopf gewaschen, denn die Vorschußlorbeeren dürften mittlerweile sich nachhaltig verbraucht haben. Mit diesen Gedanken und auch den Gedanken an dem was kommt, stehe ich heute dann zwischen den Weihnachtsbarracken und mache gute Miene zu krisenvergessener Pseudo-Weihnachtsstimmung mit Glögg. Ist ja alles "Tradition". :-/ ... link (2 Kommentare) ... comment Donnerstag, 17. Dezember 2009
Puschenkino reloaded
monopixel, 23:20h
Filme haben mich schon immer fasziniert. Als Kind konnte ich richtig abtauchen in die Welt des Filmes und alles um mich herum vergessen. Zwar ist das nicht mehr ganz so intensiv erlebbar heute, aber Filme gehören schon zu meinen bevorzugtem Zeitvertreib.
Leider hat man natürlich im Alltag nicht mehr soviel Zeit wie im Studium um sich die ganze Zeit im Kino die neusten Streifen anzusehen, aber dafür ist es heute möglich nicht nur dem Worte nach ein Puschenkino zu eröffnen, sondern mittels Projektor, Leinwand und 5.1 Soundsystem selbiges zu realisieren. Da ich kein Filmsauger bin, sondern meine Filme in der Videothek ausleihe oder auch mal kaufe, kann ich meistens mich kaum beherrschen, wenn mal wieder irgendwo eine Angebotswoche lauert. So auch diese Woche. Heute Vormittag den Newsletter durchgeschaut und eine langersehnte DVD-Box erspäht, die mir immer mit Rund 40 Euro zu teuer war. Nun ist die Trilogie von Krzysztof Kieślowski weniger als nen 10er erhältlich. Also zum Feierabend nix wie ins vorweihnachtliche Gedränge. Die Ausbeute ist wirklich beachtlich: "Drei Farben" (Blau, Weiß, Rot) für 9,99 David Carradines "Kung Fu"-Serie (Pilotfilm und erste Staffel) für 7,99 Cronenbergs "Die Unzertrennlichen" für 1,49 Jacksons "Herr der Ringe 1-3" für 9,99 "Logan's Run" für 4,99 und noch eine Puccini "Turandot" für 2,99 wird Weihnachten verschenkt. Auch wenn mir klar ist, daß die Superduper Special Editions mehr kosten, so reichen mir die Filme. Bisher habe ich auch vielleicht gerade mal 2 Filme mit Regiekommentar geschaut. Fast wäre noch "Der Pate 1-3" in restaurierter Neuauflage mitgegangen. Nächstes Mal vielleicht. ... link (8 Kommentare) ... comment Donnerstag, 17. Dezember 2009
Weihnachtsgrüße per Schneckenpost oder Flaschenpost
monopixel, 00:39h
Eben geschaut. Die älteste Email, die ich im aktuellen Emailprogramm habe und öffnen kann, ist vom 24.02.2003. Ein unspektakuläre Email einer Zeitschriftenredaktion auf eine Anfrage von mir.
Ich überlege mir, ob man nicht einfach mal die Emails, die man damals bekommen hat erneut zu beantworten. Vielleicht würde man sich in der Antwort erstmal entschuldigen, daß man erst nach knapp sieben Jahren antwortet, danach würde man quasi im aktuellen Modus schreiben. Man könnte natürlich auch aus den Lebensumständen schreiben, in denen man damals lebte. Leider erscheint es nicht möglich das Sendedatum einer Email auf 2003 einzustellen, auf alle Fälle nicht mit den normalen Systemeinstellungen. Mir fällt eine Kunstinstallation dazu ein, von der ich entweder über ein Podcast oder eine Radiosendung dieses Jahr gehört habe. Die Installation war in London in einem Museum zu sehen. Es handelte sich um eine mehrere Quadratmeter große Fläche auf der sich Schnecken befanden, die einen Datenträger auf ihren Schneckenhäusern aufgebracht bekommen hatten. Verteilt auf der Fläche waren einige Punkte an denen sich der Datenträger mit dem darüber hängenden Datenleser abglich. An einige diese Kontaktstelle konnte man eine Email mit einer Nachricht an eine realexistierende Emailadresse senden. Sobald eine Schnecke unter dem Schreib/Lese-Gerät hindurch schlich, übertrug sich die Email. Beim nächsten Kontakt auch wieder über ein Schreib/Lese-Gerät wurde die Email dann versandt. Somit war die Email für eine gewisse Zeit Tage/Wochen/Monate auf dem Rücken der Schnecke unterwegs. Natürliche Entschleunigung kann man sagen. Genau sowas wünscht man sich doch am Ende des Jahres. Vielleicht sollte ich meine Weihnachtspostkarten, die ich bis jetzt noch nicht verschickt habe, einfach per Flaschenpost der Spree übereignen. Allerdings könnte das natürlich problematisch werden, aus Umweltschutzgründen. Wie man sieht ob Email System Uhr oder Umweltschutz, wir können nicht zurück. ... link (8 Kommentare) ... comment Dienstag, 15. Dezember 2009
Mineralwasser mit Weihnachtskeksen
monopixel, 21:01h
Was ist denn los, alles drängt auf den letzten Samstag vor Weihnachten und möchte an dem Abend Programm machen? Jugend säuft für Olympia contra Alter säuft vor Schönheit usw. Stoppop! Ich kann mich doch nicht zerteilen und ich erinnere mich noch mit Schrecken an das letzte Mal Feuerzangenbowle. Da hätte man mich doch bitte schön rechtzeitig mit der Feuerzange heimprügeln sollen. Ich warte jetzt auf die Einladung zu Mineralwasser mit Weihnachtskeksen, oder so.
... link (0 Kommentare) ... comment Montag, 14. Dezember 2009
Solo-Synchronschwimmen
monopixel, 23:00h
Manche Dinge hat man ja weniger im Fokus, umso mehr wundert man sich dann darüber. Zum Beispiel Solo-Sychronschwimmen. Solo-Synchronschwimmen war eine olympische Disziplin von 1984-1992 und somit ist das wirklich erstaunlich, wie lange es gedauert hat, also ganze 8 Jahre, bis es den olympischen Funktionären aufgefallen ist, daß sich allein schwimmende Personen mit niemanden sychronisieren können.
Mehr kann man todmüde, wie man halt so ist, wenn die Nächte nur drei Stunden lang sind, nicht denken. Gute Nacht. ... link (0 Kommentare) ... comment Sonntag, 13. Dezember 2009
Längst verdrängt und vergessen
monopixel, 16:39h
Hahaha. Verzeihung, daß ich schon gleich lache, aber wenn man sich an Dinge erinnert, die viele Jahre zurückliegen und die man schon längst verdrängt hat, weil Sie eigentlich bei heutigem Lichte betrachtet auch etwas peinlich erscheinen, die man aber so tief im Herz eingeschlossen hat, dann ist das Lachen ein befreiendes. Eines das mit Wehmut aber auch mit Genuß zurückdenken lässt.
Woran? An die Achtziger Jahre. Oh Mann, was kommt denn jetzt wieder, mögen viele Menschen angesichts der nicht enden wollenden Revivals der Rivivals denken. Und ich kann Sie verstehen. Seit 10 Jahren rennen halbwüchsige Jungs wie Mädels hier in der Stadt mit den Accessoires der 80er herum und feiern einfach einen Stil den es so ja überhaupt nicht gegeben hat. Aber zurück zum befreienden sentimentalen Lachen. Das Plattenlabel File 13 Records aus Philadelphia veröffentlichte 1999 das Doppelalbum "81:03" der Gruppe Antarctica, welches vor ca. 3 Jahren über einen Second Hand Laden in meine Hände gelangt ist. Mich faszinierte damals das Cover. Und da es preisgünstig war griff ich zu. Daheim stellte es sich heraus, daß das Album zwar von '99 ist, es aber klingt als wäre es fast 15 Jahre älter. Es klang nach dem Bombastrock der Gitarrenbands der 80er wie Saga, Asia oder aber auch wie von 4AD The Wolfgang Press, Cockteau Twins oder Siouxsie & The Banshees oder Killing Joke und so weiter und sofort. Das Album hat jedenfalls einen besonderen Charme, weswegen ich es immer mal wieder gerne auflege. Besonders an langweiligen Sonntagen, das veredelt die Stimmung. So, schon wieder vom Lachen weggeschrieben. Also wieder zurück dazu. In den frühen 80ern, als man in meiner Heimat sich noch die Haare hochtoupierte und sich dem New Wave verschrieb, da gab es auch so eine gewisse Tanzhaltung, die man sicher auch dem Musiker auf der Bühne mit seinem elegischen Geklimpere entlehnt hatte. Diese Tanzhaltung war etwas autistisch und unbeholfen mit den Armen in der Luft herumrudernd während man soweit wie es nur irgend geht das Antlitz auf dem Boden zuzuwenden. Perfekte Tänzer konnten wahrscheinlich dabei immer überprüfen, ob auch alle Schnallen an ihren Schnabelschuhen (Hallo Ecki Stieg!) noch geschlossen waren. Entweder fand man das gut oder man hasste das. Wer das hasste, waren die Rocker. Die mit ihren Normalojeans und auch mal Flanellhemden auch die Diskos der Kleinstädte bevölkerten. Diese machten sich dabei immer einen Spaß und warfen Pfennige (so hießen Münzen in den Achtzigern) auf die Tanzfläche, weil ja die Tänzer vermeintlich etwas auf dem Boden suchten. So, und jetzt schlage ich entgültig den Bogen. Als ich heute wieder den Sonntagsblues mit "81:03" von Antarctica verdelte, suchte ich im Internet mal nach dieser Band. Bei last.fm las ich dann bei Musikstil "Shoegazing"! Irgendwie kam ich nicht sofort drauf und musste nochmal im Internet suchen. Dann fiel es aber beim Lesen von einem WikiPedia-Artikel wie Schuppen von den Augen. Shoegazing! SHOEGAZING! Genau das war es, was wir damals alle getan haben: Wir glotzten in der Disko beim Tanzen wild mit den Armen wedelnd auf unsere Schuhe! ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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