Brighton Pier
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Im eigenen Bett mit Schokolade und zu wenig Chili
Nach eineinhalb Wochen endlich wieder das eigene Bett unterm dem Hintern zu haben. Das ist immer ein unerwartetes Gefühl. Noch 2 Tage und dann endlich Wochenende und wieder ausschlafen können, das war ja am letzten Wochenende nicht drin.
Am Abend kam dann die Lust auf Schokolade und gleichzeitig Abendessen. Sowas kann man ja auch mal verbinden. Schoko-Kokos-Hühnchen mit Polenta gab es. Das war ungewohnt, aber außerordentlich lecker. Nur nächstes Mal muß ich die dreifache Menge Chili nehmen...

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Mittwoch, 7. Oktober 2009
Nix Krise, Party!
Nach ca. 700 km Autobahn kann man ja einfach mal Feierabend machen. Mach' ich aber nicht. Ich zahle 250 Euro und gehe auf die Messe. Aber nicht zuletzt um Sie zu sehen hat es sich gelohnt. Aber ansonsten ist das schon eine halbseidene Gesellschaft, von Krise ist da nix zu spüren. Alle gut gelaunt und machen richtig Party! Wie gesagt, etwas halbseidenes schwingt da mit.

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Montag, 5. Oktober 2009
Früchte des Wochenendes
Vielen Dank an A. Auch wenn er das hier nicht liest, finde ich es sehr nett, daß er mir für die Kollegen Stadtkinder ein haptisches, olfaktorisches Probierset zusammengestellt hat. Super klasse das!



In zweier Reihen von links oben:
1. Goldrenette von Osternburg
2. Dülmener Herbstrosenapfel
3. Rheiderländer
4. Ontario
5. Cox Orangen Renette
6. Großherzogs Lieblingsapfel
7. Jacob Lebel / Jacques le Bel
8. krüger Dickstiel / Celler Dickstiel / Woltmanns Renette
9. Horneburger Pfannkuchenapfel
10. Graham's Jubileumsapfel
11. Zabergäu Renette / Lederrenette
12. Altländer Pfannkuchenrenette
13. Roter Münsterländer Borsdorfer
14. Coulon Renette

Alte überwiegend deutsche Obstsorten mit wirklich sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Geschmack. Nicht zu vergleichen mit dem Industrie-Scheiß, den man eingeschweißt aus dem Supermarkt heimträgt.

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Montag, 5. Oktober 2009
Abfüllung mit Saft und Worten
Zusammen vorm Feuer sitzen und den Ofen anschüren, damit der Apfelmost zwar keimfrei aber nicht vitaminfrei wird, ist einmal im Jahr die passende Aktion. Die Geschichten dabei sind die beste Unterhaltung, das schätze ich sehr. Aber ganz ehrlich, sich mit den Worten "...und Du versuchst mal in den nächsten 365 Tagen was zu erleben, damit Du auch etwas zu erzählen hast" verabschieden ist nicht korrekt. Ich höre halt lieber zu, und lasse eben nicht einfach so die Hosen runter vor jemandem, den ich nur einmal im Jahr sehe.

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Under the Appletree
Eine anstrengende Woche mit Baustelle mit vielen Fragen, die es da immer zu beantworten gilt. Und mit vielem "Du machst da..." und "Du machst hier..." und "Wie weit seid ihr?". Letztlich bezieht sich meine Arbeit nur aus dem anwesend sein, koordinieren und deligieren, aber trotzdem schafft mich das immer total. Aber letztlich Ziel erreicht und rechtzeitig zum Freitag Abend fertig geworden und somit das ganze Wochenende vor sich liegen gehabt. Aber auch dafür gab bzw gibt es Programm. Und das nicht zu wenig. Dieses Wochenende ist wie jedes Jahr um diese Zeit mit körperlicher Arbeit angefüllt, und das macht zum Glück Laune und deshalb fällt man dann abends ins Bett, nach einigen Bieren in Gesellschaft und ist absolut zufrieden. Wann hat man das schon.
Und die nächsten 52 Wochen muß der Apfelsaft nach dem Wocheende schmecken.


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Donnerstag, 1. Oktober 2009
Moos mit Moos machen
Es gibt Orte, die man wenigstens einmal im Leben besuchen möchte. Natürlich kann man einfach mal alles auf eine Karte setzen und wird das Ziel recht schnell in die Tat umsetzen, aber in der Regel bleibt es lange ein Traum, weil es eben andere Dinge gibt, die man für wichtiger hält.
Einer dieser Orte ist für mich Island. Manchmal ist der Wunsch größer, diese fantastische Insel zu besuchen, manchmal ist der Wunsch aber auch ferner. In Zeiten, wo der Wunsch näher ist, bietet das Internet die Möglichkeit, dieser Insel näher zu sein. Und oft kann man sich im Internet für Newsletter registrieren.
Einen dieser Newsletter landete heute in meinem Postfach. Erstes Thema: Kochrezepte. Neben exotischem wie Lammkeule oder Lachs mit Blaubeermarinade fand sich dort ein Rezept für Moossuppe. Moossuppe? Ja, ich hatte richtig gelesen. Das Rezept musste ich mir sofort genauer ansehen. Dort las ich: Das für diese Suppe verwendete "Islandmoos" ist eigentlich kein Moos, sondern eine Flechtenart (Cetraria islandica, gibt es in unserem Shop). Die Flechtenart wächst vor allem im nördlichen und östlichen Hochland Islands und wurde früher auch als Ersatz für Getreide verwendet.

Den Hinweis "gibt es in unserem Shop" hatte ich schon dort erwartet. 100 gr kosten zwischen 13,60 und 19,60 €. Und irgendwie glaube ich, die Moossuppe ist einfach das Ergebnis der Brachialen Bankenkrise dieser "kleinen" Insel. Weil ich nämlich die Isländer für ein extrem gewitztes Völkchen halte, dürfte die Vermarktung der überall auf Island wild wachsenden eine neue Einnahmequelle sein. Die Nutzung von Islandmoos muß sich jetzt nur noch herumsprechen (Hallo die Herren Schubeck, Lafer und Herrmann), dann wollen es bald alle haben und die Wirtschaft in Island springt wieder an, in dem man in großem Maaße das Moos zu Moos macht.
Und damit sich jeder ein Bild von dem Rezept machen kann, findet man es hier:

Moossuppe (Fjallagrasasúpa)
Zutaten
• 30g getrocknetes Islandmoos (Cetraria islandica)
• 1 Liter Milch
• 1 Teelöffel Salz
• 2 Eßlöffel brauner Zucker
• etwas Butter

Zubereitung
• Das Islandmoos zunächst in kaltem Wasser waschen, dann mit kochendem Wasser überbrühen, anschließend abtropfen lassen und grob hacken.
• Zwei Eßlöffel Zucker und etwas Butter in einer Pfanne bräunen und das Moos zugeben.
• Nachdem sich weißer Schaum gebildet hat, etwas kochendes Wasser zugeben und zwei Minuten kochen lassen.
• Die Milch zugeben und etwas 5 Minuten unter rühren köcheln lassen.
• Vom Ofen nehmen und mit Salz und Zucker abschmecken.


ps. Bevor jetzt jemand gleich besonders schlau ist, mir ist bekannt, daß diese Suppe auch in dem Jules-Vernes-Roman »Reise zum Mittelpunkt der Erde« vorkommt.

Quelle des Rezepts: iceland.de


Watch Journey to the Center of the Earth in Unterhaltung  |  View More Free Videos Online at Veoh.com

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Dienstag, 29. September 2009
"Es ist Deutschland hier..."
Wie peinlich ist das denn?
Wenn Darth Guido in die Fußstapfen seines Ziehvaters Genscher treten will, dann hat er heute gezeigt, daß ihm diese Schuhe einige Nummern zu groß sind!
Nie war Fremdschämen so intensiv wie heute.

Bei allem Ärger dürfte die neue Regierung noch für einige Stilblüten gut sein!

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Soylent Green im Club Med
Warum man 11,5 Stunden schlafen kann? Das ist mir auch nicht klar, ich kenne nur das Wie. Nämlich so, daß man um 19:00 auf das Hotelbett fällt und erst eine Stunde zu früh um 6:30 vom Wecker des Telefons geweckt wird. Somit hätte ich auch die 12,5 Stunden geschafft. Es gibt Tage, da schaffe ich das grad mal in maximal 3 Nächten. Ob ich mich jetzt frischer fühle? Na ja, im Moment schon noch. Ich warte mal den frühen Abend ab, weil ich möchte ja auch noch mal in die Sauna. Hoffentlich schlafe ich da nicht dann auch noch ein und sehe nachher aus wie der Ötzi.
Daß man bei 11,5 Stunden auch genügend Zeit hat um sich den größten Mist zu überlegen, den man dann mal durchträumt ist natürlich auch klar. Erst war ich in eine Art großem Veranstaltungsareal mit großer Halle und üppig gestalteten Außenbereichen. Hatte teilweise was von einer Grotte oder auch so eine Club-Med-Atmosphäre. Könnte aber auch die Kulturbrauerei in Berlin gewesen sein.
Es traten dann so eine Art Schauspieler-Zauberer-Guru-Politiker-Imitate auf, die ihre sprachliche Wirkung und ihre Agitation auf das Auditorium testete. Der Steinmeier war nicht echt, die anderen auch nicht. Und plötzlich war ich der Steinmeier, was mir auch nicht wirklich recht war. Später legte sich dann die ganze Aufregung und das Veranstalterpaar entpuppte sich als so eine Art Koch-Guru-Gespann. Irgendwie bin ich in den Besitz eines Rezeptes gekommen. So eine Art gegrillter Fisch auf Risotto. Allerdings war der Fisch kein echter, sondern ein Zwischendings zwischen Fisch und Tintenfisch. Dementsprechend war auch die Konsistenz des (Fisch-)Fleischs sehr merkwürdig. Auch das Risotto war kein wirklicher Reis, sondern eine Mischung aus Reis und Graupen. Das war alles so kompliziert, wie sollte man das kochen? Und besonders, wo bekomme ich die Zutaten her? Ich irrte auf den Linien der Berliner Sbahn herum. Und wie man weiß, ist das seit einigen Monaten kein Spaß! Kurz vor dem Aufwachen mußte ich darübernachdenkenträumen, daß ich immer solche Soilent Green-Träume habe. Erst neulich war das so.

Ich weiß nicht, was das ist. Aber diese Träume kommen auch ohne Alkohol, Koffein und Drogen zustande. Vielleicht sollte ich das ändern, dann weiß ich wenigstens warum.

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Sonntag, 27. September 2009
Die dunkle Seite
Was hat man denn erwartet, wenn man eh nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat? Letztlich war doch klar, entweder Schwarz/Gelb oder weiter Schwarz/Rot, alles andere entbehrte doch jeglicher Grundlage. Und jetzt geht es dann zur Tagesordnung über, und da wird sich dann zeigen, wie man die Steuersenkungen gegenfinanziert, und wem überhaupt die Steuersenkungen zugute kommen. Und letztlich sind wir in 4 Jahren spätestens wieder an dieser Stelle und dann weiß man mehr, und dann wird hoffentlich die Kraft mit uns sein. Bis dahin regiert die dunkle Seite:





Darth Westermaul

Edit sagt: Prinzessin Angela entführt bei JR Cabman

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